| schandfleck.ch_archiv/2005/märz/leserbrief |
heinrich
frei
|
|||||
|
kriegsmaterialexport-politik berns bar jeder gesellschaftlichen verantwortung |
||||||
|
1973,
nach der ermordung des chilenischen präsidenten salvador allende,
fuhren schweizer mowag panzerwagen in santiago auf. die putschenden generäle
mit pinochet, stellten sich nach den blutigen massakern der presse, wohlbehütet
von sturmgewehren der schweizerischen industriegesellschaft (sig). (dokumente
zur waffenausfuhr heft 7, november 1974)
kürzlich wurde mit chile der verkauf von 24 panzerhaubitzen vom typ m109 vereinbart worden. jetzt wird mit chile über den verkauf von schweizer occasions leopard-panzer verhandelt. gegen welches land will eigentlich heute chile die schweizer panzerhaubitzen und leopard panzer auffahren lassen? gegen die indianische bevölkerung die in extremer armut lebt oder gegen die nachbarländer bolivien, peru oder argentinien? die angehörigen indigener gemeinschaften in chile kämpfen heute für landreformen und massnahmen zur wahrung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen rechte. im zusammenhang mit landstreitigkeiten und der kommerziellen abholzung von wäldern im süden chiles kommt es immer wieder zu zusammenstössen zwischen indianischen mapuche-aktivisten und carabineros, angehörigen der uniformierten polizei. nach einem besuch, den der un-sonderberichterstatter über indigene völker chile im juli des letzten jahres abgestattet hatte, verwies er in einem bericht insbesondere auf die wirtschaftliche und soziale marginalisierung indigener gemeinschaften und die kriminalisierung sozialer protestbewegungen indigener gruppen durch die anwendung von anti-terror-gesetzen. rüstungslieferungen
an die krieg führenden staaten usa und grossbritannien, waffenlieferungen
in das pulverfass des nahen ostens, an botswana usw. und jetzt noch
panzer nach chile. dies ist eine politik berns bar jeder gesellschaftlichen
verantwortung. das kriegsmaterialgesetz würde solche rüstungsexporte
verbieten! |
||||||
|
nach
oben >>>
|
||||||