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schandfleck.ch_archiv/2005/märz
eidg. justiz- und polizeidepartement
 

trouvaille > wir bleiben wehrhaft

wir schweizer wollen den frieden und wünschen nichts sehnlicher, als dass es keine kriege mehr gebe. leider hängt die erfüllung dieses wunsches nicht von uns allein ab. wenn der feind einmal beschlossen hat, unser land zu unterwerfen, dann greift er es an. es wäre naiv, zu glauben, der feind lasse uns in ruhe, weil wir uns friedlich gebärden. das einzige, was ihn daran hindern kann, ist die einsicht, dass die rechnung zu teuer zu stehen kommt.

die schweizerische armee hat nach der verfassung als ersten zweck, den krieg zu verhindern und den frieden zu erhalten. der feind, der jedem glauben hohn spricht, scheut sich nicht, zitate der bibel für seine propaganda auszuschlachten. wir müssen gott bitten, dass er uns die prüfung der gewaltanwendung erspart. wir müssen aber auch das unsere dazu tun, indem wir stark bleiben.

es ist richtig und notwendig, dass sich parteien, verbände und gewerkschaften für die verbesserung der lebensverhältnisse, für sozialen wohnungsbau, ferien, gerechte löhne einsetzen. es ist aber unrichtig, diese forderungen gegen die landesverteidigung auszuspielen. in einem wohlgeordneten staat reichen die mittel für beides aus. wenn unser land vom feind besetzt und ausgebeutet wird, gibt es ohnehin nicht mehr wohnungen, höhere löhne, längere ferien und gehobeneren lebensstandard.

aus ‚zivilverteidigung', herausgegeben vom eidg. justiz- und polizeidepartement im auftrag des bundesrates, ausgabe 1969

tempora mutantur....die zeiten ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen.
oder etwa nicht?

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